Von Freitag bis Samstagabend war es aufgrund eines „versehentlich“ aktivierten Kopierschutzes nicht möglich, das Programm von ProSieben via Festplatten- oder DVD-Recorder aufzunehmen. Inzwischen ist der Kopierschutz wieder deaktiviert. Eine Erklärung von Senderseite steht allerdings noch aus.
Wer sein Fernsehsignal über das analoge Kabelnetz empfängt, hatte von Freitag bis Samstagabend ein Problem, wenn er das Programm des Münchener Fernsehsenders ProSieben aufzeichnen wollte. Ein Kopierschutz verweigerte die Aufnahme auf dem heimischen DVD- oder Festplattenrecorder. Und das bundesweit bei allen großen Kabelnetzbetreibern. Nach div.Berichten sind Kunden von Kabel Deutschland, Unitymedia und Kabel BW betroffen. Immer neue Fernsehzuschauer berichteten seit Samstagmorgen im Internet von dem Problem.
Soviel ist bislang bekannt: Ausgestrahlt wurde der Kopierschutz via Wide Screen Signaling (WSS) über die vertikale Austastlücke. Über die Austastlücke übertragen die Fernsehsender üblicherweise das eigene Teletext-Angebot und auch die Daten für elektronische Programmführer (EPG) werden auf diesem Wege übertragen. Im Falle von ProSieben auch das zwischenzeitliche Kopierschutzsignal, welches Aufnahmegeräte wie DVD- und Festplattenrecorder an der Aufzeichnung des ProSieben-Programms abhielt. Stattdessen erschien eine Fehlermeldung mit der Botschaft „Der Inhalt ist kopiergeschützt“ bzw. je nach Hersteller mit abweichendem Text.
Analog war gestern, heute wird geschützt was das Zeug hält. Der Kunde soll zahlen…mehr nicht.
Kommentar von spike — April 21, 2008 @ 6:26